London Has Fallen | Abmahnung 2016 | Waldorf Frommer

Derzeit mahnt die Münchner Kanzlei Waldorf Frommer die unerlaubte Verbreitung des Filmwerks „London Has Fallen“ ab. Anschlussinhaber, über deren Internetzugang der genannte Film verbreitet wird, werden dazu aufgefordert, einen Pauschalbetrag zu zahlen und eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben.

Waldorf Frommer mahnt Filesharing von „London has fallen“ ab

Die Münchner Kanzlei Waldorf Frommer mahnt derzeit die illegale Verbreitung des Filmwerk „London Has Fallen ab“. Der Film aus dem Jahr 2016 stellt die Fortsetzung von „Olympus Has Fallen“ dar und wurde überwiegend negativ von der Filmkritik bewertet. Möglicherweise ist es der reißerische Titel und der imposante Trailer, der Filmfreunde neugierig machte. Somit fand „London Has Fallen“ schnell seinen Weg in dementsprechende Online-Tauschbörsen und P2P Netzwerke, auf denen Filesharing betrieben wird.

Die Rechte für London Has Fallen liegen bei der Universum Film GmbH, welche demzufolge die Abmahnkanzlei Waldorf Frommer beauftragte. In der Regel könnte bei einer Feststellung einer Urheberrechtsverletzung der Anschlussinhaber abgemahnt werden, da über seinen Internetzugang das Filmwerk (in diesem Fall London Has Fallen) für Dritte zur Verfügung gestellt wurde.

Was verlangt Waldorf Frommer in einer Abmahnung?

Die Abmahnschreiben von Waldorf Frommer sind oft vom Aufbau her ähnlich. So werden in jeweiligen Textblöcken die benötigten und ermittelten Informationen bekannt gegeben. Des Weiteren fordert Waldorf Frommer die Zahlung eines Pauschalbetrags in Höhe von 915,00 EUR, um die Angelegenheit außergerichtlich zu klären. Zuletzt wird in der Abmahnung die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung verlangt, die häufig bereits vorformuliert dem Schreiben beiliegt. Natürlich muss die Filmdatei, die Inhalt des Abmahnschreibens ist, vollständig von dem Datenträger gelöscht werden.

Abgemahnt? Was sollte man beachten?

Sollten Sie wegen Filesharing abgemahnt werden, lohnt sich die Recherche bezüglich bereits gefällter Urteile. So ist die Lektüre von dem sogenannten „BearShare“ Urteil, welches Sie unter folgendem Link abrufen können: I ZR 169/12 BearShare ZR 169/12.
Ob der Anschlussinhaber tatsächlich als Täter oder Störer in Frage kommt, könnte durch einen fachlich versierten Anwalt bestimmt werden.
Zusätzlich könnten noch diese Urteile hilfreich sein:
BGH, Urteil vom 19.10.2011 – I ZR 140/10
BGH, Urteil vom 15.11.2012 – I ZR 74/12, MIR 2013, Dok. 021 – Morpheus