Abmahnung | Project X | Waldorf Frommer

Verbraucherdienst e.V. bekam am 11.12.2014 von unserem Mitglied Frau G. aus H. eine Abmahnung von Waldorf Frommer für den Film Project X. Die US-amerikanische Kinokomödie soll via Tauschbörsen-Software bittorent bereits im Jahr 2012 rechtswidrig aus dem Internet hoch geladen und öffentlich zur Verfügung gestellt worden sein. Dabei habe ebenfalls eine unerlaubte Vervielfältigung des Spielfilms Project X stattgefunden.


Project X mit circa 8,72 Millionen Urheberrechtsverletzungen

Der Found-Footage-Film um den Versager Thomas, der mit seinen Freunden eine Party veranstaltet, die ihre eigene Dynamik entwickelt und später außer Kontrolle gerät, war im Jahr 2012 der am häufigsten rechtwidrig verbreitete Film. Circa 8,72 Millionen unerlaubte Downloads soll es gegeben haben. Für die Verleihfirma Warner Bros. Entertainment, die auch die Rechteinhaberin ist, war dies ein großer finanzieller Verlust, obwohl die Komödie im Kino recht erfolgreich war und sogar eine Fortsetzung in Planung war.

Urheberrechtsverletzung ist erst am 01.01.2016 verjährt!

Da das Abmahnschreiben für den Film Project X von Frau G. bereits am 27.09.2012 erstellt wurde, ist es für die Kanzlei Waldorf Frommer trotzdem weiterhin möglich die angebliche Urheberrechtsverletzung zu verfolgen. Bei einer Filesharing-Abmahnung wird in der Regel die regelmäßige Verjährungsfrist nach §§ 195, 199 BGB zur Anwendung gebracht. Das heißt, dass die Verjährungsfrist bei Abmahnung drei Jahre beträgt. Die Frist für den Film Project X begann jedoch nicht am 28.09.2012, sondern am Ende des Jahres. Somit ist das Abmahnschreiben erst am 31.12.2015 verjährt. Somit können ab dem 01.01.2016 keine Forderungen wegen der angeblichen Urheberrechtsverletzung an dem Film Project X gegenüber Frau G. die Kanzlei Waldorf Frommer geltend gemacht werden.

956 Euro für den Film Project X

Bis zum 31.12.2015 kann die Kanzlei Waldorf Frommer den Ersatz des Lizenzschadens sowie die Rechtsanwaltsgebühren gegenüber der Filesharerin verlangen. Außerdem wird in der Abmahnung auch noch eine strafbewehrte Unterlassungserklärung gefordert. Bei einer außergerichtlichen Einigung mit der Urheberrechtsverletzerin (das eigentliche Ziel einer Filesharing-Abmahnung) sollte Frau G. einen konkreten Zahlungsbetrag über 956 Euro bis zum 17.10.2012 auf das Konto der Kanzlei Waldorf Frommer senden. Die fristgerechte Abgabe einer Unterlassungserklärung als auch die in dem Abmahnschreiben erwähnte Zahlungsfrist wurde von der Abgemahnten jedoch missachtet.

Hohe Geldsumme wird von Waldorf Frommer weiterhin verlangt

Obwohl der Spielfilm Project X in der Vorweihnachtszeit 2014 bei Amazon nur noch 4,97 Euro (Stand 18.12.2014) kostet, wird von der Kanzlei Waldorf Frommer weiterhin die hohe Geldsumme verlangt.

Informationen zu Abmahnung, Urheberrecht und Filesharing:

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Fake-Abmahnung | Juri Anwälte

Vorsicht vor den Filesharing-Abmahnungen der Juri Anwälte aus Hamburg!

Juri Anwälte sind frei erfunden!

Dabei handelt es sich um professionell angefertigte Abmahnschreiben wegen einer angeblich begangenen Urheberrechtsverletzung an Musiktiteln von der EMI Music Germany GmbH & Co. KG. Die Juri Anwälte existieren jedoch nicht. Ebenso lässt sich im Internet eine Anwaltskanzlei unter diesen Namen mittels Googlesuche nicht finden.

3.105, 80 Euro zahlen!

Der Abgemahnte soll laut der Fake-Abmahnung von den Juri Anwälten insgesamt 45 Gigabyte an urheberrechtlich geschützten Daten zum Tausch über das Internet angeboten haben. Einen Pauschalbetrag über insgesamt 3105, 80 Euro (2.350 Euro Schadensersatz / 755,80 Euro Anwaltskosten) verlangen die Anwälte aus Hamburg in ihrem gefälschten Abmahnschreiben. Ebenso soll der Filesharer binnen kurzer Frist eine strafbewehrte Unterlassungserklärung an die fingierten Anwälte schicken. Eine Fristverlängerung wird laut dem Fake-Schreiben von den Rechtsanwälten nicht akzeptiert.

Wichtige Angaben werden nicht genannt

Bezüglich des angeblich begangenen Lizenzschadens äußert sich die fingierte Kanzlei nicht. Ebenso werden in dem Fake-Schreiben wichtige Angaben, die in einer echten Filesharing-Abmahnung immer erwähnt werden, nicht aufgeführt. Zum Beispiel fehlen in dem professionell hergestellten Anwaltschreiben wichtige Angaben zur Schadensersatzforderung, die sonst aufgeschlüsselt aufgeführt werden. Auch Angaben zur ermittelten IP-Adresse des Anschlussinhabers fehlen vollends. Nur der Zeitraum der angeblich begangenen Rechtsverletzung wird in der Fake-Abmahnung aufgeführt.

Info-Telefon: 0201 – 176 790

 

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