Filesharing: Was sollten Eltern beachten?

Das Internet bietet eine verlockende Auswahl an TV-Serien, Kinofilmen und Musikalben, die illegal zum Download in sogenannten Tauschbörsen bereit gestellt wurden. Insbesondere Kinder und Jugendliche, die über die Rechtslage und Fragen des Urheberrechts ungenügend informiert sind, können mit einem unachtsamen heimlichen Download ihren Eltern allerhand Ärger bereiten. Nicht selten folgt auf einen Download von Hollywood-Blockbustern eine Abmahnung einer Kanzlei, die sich auf Filesharing und Urheberrecht spezialisiert hat. Das Teilen von urheberrechtlich geschütztem Material kann teuer werden. Mit Hilfe dieser Tipps informieren wir Eltern und natürlich auch alle anderen Verbraucher über das Thema Filesharing . Was müssen Sie wissen? Wie können Sie sich absichern?

Filesharing: Was ist das?

Unter Filesharing versteht man das (un)bewußte Verbreiten und Teilen von Dateien über das Internet. Filesharing muss nicht zwangsläufig illegal sein, doch wenn man beispielsweise einen urheberrechtlich geschützten Film auf einer Tauschbörse herunterlädt, um ihn dann einem weiteren Teilnehmer des Netzwerks zur Verfügung zu stellen, handelt es sich um eine Straftat. So eine Handlung kann eine Abmahnung nach sich ziehen.
Filesharing findet auf Tauschbörsen wie eDonkey, BitTorrent, Morpheus u.a. statt. Mit Hilfe der P2P Technologie (Peer-To-Peer) ist es möglich, den als Beispiel genannten Film in kleinere Dateipakete aufzuteilen, die dann nach und nach von den anderen Tauschbörsenteilnehmern heruntergeladen werden können. Somit ist ein Download von Torrent-Dateien auch gleichzeitig ein Upload! Gerade Kinder und Jugendliche sind sich unter Umständen nicht bewusst, dass beim Download auch gleichzeitig Dateipakete für andere Nutzer bereitgestellt werden; deshalb ist beim Filesharing auch von einer unbewussten Verbreitung von urheberrechtlich geschütztem Material die Rede.

Drum sollten Sie einen Blick auf die Dateien Ihrer Kinder werfen. Es gibt unterschiedliche Software, mit der Filesharing möglich ist. Dabei sind Kennzeichnungen wie „Torrent“ oder „eMule“ bezeichnend.

Unwissenheit schützt auch bei Filesharing nicht vor Strafe. Auch wenn bei den zum Download angebotenen Werken meist nicht angegeben ist, ob sie urheberrechtlich geschützt sind, ist das Verbreiten dieser natürlich strafbar.

Haften Eltern für ihre Kinder?

Hier greift das Prinzip der Störerhaftung. Ein sogenannter „Störer“ ist juristisch gesehen eine Person, der das Handeln einer weiteren Person zugeschrieben wird. Demnach können Eltern möglicherweise wegen einer Urheberrechtsverletzung herangezogen werden, da sie ihren Kindern den benötigten Internetanschluss zur Verfügung stellten. Dies ist aus Sicht des Rechteinhabers auch nötig, da er sonst seinen Anspruch nicht ausreichend begründen kann. Der abmahnenden Kanzlei und der Rechteinhaber ist nur der Anschlussinhaber (via IP-Adresse des Computers) bekannt und nicht derjenige, wer den Rechner bei der Urheberrechtsverletzung bediente.

Nun ist die Frage strittig, inwiefern Eltern ihre Überwachungspflicht eventuell nicht erfüllten. Der Bundesgerichtshof hat in einer Grundsatzentscheidung (das sogenannte „Morpheus-Urteil“) vom 15.11.2012, Az.: I ZR 74/12) klargestellt, dass Eltern ihre Kinder nach ordnungsgemäßer Belehrung üblicherweise nicht ständig beaufsichtigen müssen.

Ratschläge, um eine Abmahnung zu verhindern

Sprechen Sie mit Ihren Kindern und verdeutlichen Sie die Gefahren beim Filesharing. Eine Abmahnung, die darüber hinaus eventuell noch ein Strafverfahren nach sich zieht, kann zu erheblichen finanziellen Problemen führen. Weisen Sie auf die juristischen Konsequenzen hin und versuchen Sie, die entsprechenden Filesharing-Programme von den heimischen Rechnern zu verbannen.

Auch ist es wichtig, Internetverbindungen über W-LAN dementsprechend abzusichern. Dies ist zusätzlich nötig, da Sie sich so auch vor illegalen Aktivitäten über Ihre W-LAN Verbindung absichern. Denn auch hier wird der Anschlussinhaber zum Täter!

Es gibt auch zahlreiche legale Alternativen zum Filesharing bei Tauschbörsen, die illegale Inhalte bereit stellen. Zu nennen seien dort legale und kostenlose Streaming-Dienste wie MyVideo oder natürlich YouTube. Dort finden sich unter anderem Serien und Filme, die dort legal anzuschauen sind.
In Sachen Musik empfiehlt sich das Gütesiegel PLAYFAIR, das von dem Bundesverband Musikindustrie an legale Dienste vergeben wird.

INFO-TELEFON: 0201 – 176 790

Werbeanzeigen

Abmahnung | Birdman | Waldorf Frommer

Abmahnung für die Komödie Birdman? Waldorf Frommer verlangt von dem Filesharer die Bezahlung über 815 EUR. Ebenso soll der Abgemahnte eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgeben. Warum mahnt Waldorf Frommer eigentlich den Internet-User ab? Der Abgemahnte soll den urheberrechtlich geschützten Film mittels Tauschbörsen-Software aus dem Internet herunter geladen haben. Dabei habe während des sogenannten Filesharing-Vorgangs eine Urheberrechtsverletzung an den Spielfilm statt gefunden. Denn während des sogenannten „Herunterladens“ des Films Birdman sei dieser ebenfalls hochgeladen worden. Beauftragt wurde die Abmahnung von Waldorf Frommer für die Komödie Birdman von der Twentieth Century Fox Entertainment Germany GmbH.

 

Abmahnung für Birdman erhalten?

Bereits am 17. Oktober 2014 lief „Birdman oder „Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit“ in den nordamerikanischen Kinos an. Erst ab dem 29. Januar 2015 konnte der Film Birdman in den deutschen Kinos bewundert werden. Die Produktionskosten für die Komödie betrugen circa 18 Millionen US-Dollar. Mit über 87 Millionen US-Dollar war das weltweite Endspielergebnis bei dieser Komödie dennoch beachtlich. Doch den größten Erfolg feierte Bildman auf der Oscarverleihung 2015 mit einer Auszeichnung als bester Film.

 

Birdman pendelt zwischen Tragödie, Künstlerdrama, Satire sowie schwarzer Komödie

Birdman ist ein genial verfilmtes Portrait des Ex-Superhelden-Darstellers Riggan Thomson, der sich nun als ernsthafter Künstler am Broadway in New York versucht. Gespielt wird der „Birdman“ von Michael Keaton („Batman“). In dem prämierten Spielfilm pendelt der Titelheld „Birdman“ zwischen Tragödie, Künstlerdrama, beißender Satire sowie schwarzer Komödie hin und her. Birdman von Alejandro González Iñárritu ist einerseits eine Millieustudie über das Theater und dem „Film“. Anderseits zeigt der Spielfilm das psychologische Profil eines Künstlers, der früher auf der Kinoleinwand erfolgreich war.

„Mit Birdman entwirft Alejandro González Iñárritu einen Backstage-Film, in dem großes Psychodrama, bissige Branchensatire, präzise Charakterstudien, Fantasy-Elemente und jede Menge schauspielerisches Vergnügen ineinander verzahnt werden. […] In Birdman arbeitet Iñárritu auf engstem Raum in den Katakomben, Garderoben und auf der Bühne des New Yorker St. James Theatre, wo es für die Figuren kein Entkommen voreinander gibt. Dennoch entsteht aus dem reduzierten Setting kein spartanisches Kammerspiel. Im Gegenteil“. (Quelle:  http://www.zeit.de/kultur/film/2015-01/birdman-film-oscar).

 

Info-Telefon: 0201 – 176 790

Abmahnung | Mad Max Fury Road | Waldorf Frommer

Abmahnung für George Millers Endzeitfilm „Mad Max Fury Road“ in der Post gefunden? Für eine Urheberrechtsverletzung an den vierten Teil der Mad-Max-Filmreihe um die Hauptfigur Max Rockatansky verlangt Waldorf Frommer einen Betrag über 815 EUR als auch die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung. Der Film von Regisseur George Miller soll von dem Abgemahnten via Tauschbörsen-Software im Internet illegal hoch geladen worden haben. Denn beim sogenannten Filesharing im Internet wird der urheberrechtlich geschützte Spielfilm (Rechteinhaberin: Warner Bros. Entertainment GmbH) vom Internet-User gleichzeitig hoch- bzw. herunter geladen. Apropos: „Mad Max Fury Road“ läuft noch im Kino (Stand 06.10.2015).

 

Abmahnung für George Millers Endzeitfilm „Mad Max Fury Road“ im Briefkasten gefunden?

„Mad Max Fury Road“ ist inzwischen der vierte Teil der überaus erfolgreichen Mad-Max-Filmreihe, die mit dem Film „Mad Max“ im Jahr 1979 begann. In den darauffolgenden Jahren wurde die Reihe mit den Filmen „Mad Max II – Der Vollstrecker“ (1981) und „Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel“ (1984) fortgesetzt. Erst im Jahr 2015, also mehr als 20 Jahre später (!), wurde mit Mad Max Fury Road der vierte Teil veröffentlicht. In Deutschland startete der Endzeitfilm bereits am 14. Mai 2015. Insgesamt soll „Mad Max Fury Road“ weltweit mehr als 370 US-Dollar an der Kinokasse eingespielt haben.

 

Mindestens zwei weitere Fortsetzungen von „Mad Max Fury Road“ geplant?

Heute (06.10.2015) bestätigte George Miller, das bereits mindestens zwei Fortsetzungen des erfolgreichen Kinofilms „Mad Max Fury Road“ von Hollywood in Planung seien, siehe: http://www.gamona.de/kino-dvd/mad-max-fury-road,george-miller-bestaetigt-noch-zwei-weitere-mad-max-filme-in:news.html. Der überaus erfolgreiche Endzeitfilm besteht laut der aktuellen Filmkritik auf http://www.zeit.de aus einer einzigen, langen Verfolgungsjagd, die durch George Millers Schnitt-Technik noch gesteigert wurde. Ebenfalls nahm der Kritiker von der Zeit den Film „Mad Max Fury Road“ als ein radikal reduziertes, fast schon abstaktes Kunstwerk aus Bewegtbildern und Tönen wahr, indem kaum Dialoge gesprochen werden:

„Man kann in Mad Max: Fury Road ein radikal reduziertes, fast schon abstraktes Kunstwerk aus Bewegungsbildern und Tönen sehen. Es gibt kaum Dialoge, und wenn gesprochen wird, versteht man aufgrund des Getöses im Hintergrund nur die Hälfte. Fast die gesamte Handlung besteht aus einer einzigen, langen Verfolgungsjagd, beschleunigt durch Millers speziellen Schnittstil, […], bei der rasante Schnittsequenzen durch plötzliche, sehr kurze Nahaufnahmen in ihrer Intensität noch gesteigert werden. Auch das eine Reminiszens an den Ur-Mad-Max.“ (Quelle: http://www.zeit.de/kultur/film/2015-05/mad-max-fury-road/seite-2).

 

Info-Telefon: 0201 – 176 790